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Newsletter 30.06.2019

Gemeinsam wollen wir erreichen, dass die Wildtierhaltung im Zirkus endlich beendet wird und dass zugleich die Haltungsbedingungen aller anderen Tiere entscheidend verbessert werden.

Bereits dreimal hat sich der Bundesrat für ein Verbot von Wildtieren in reisenden Zirkussen ausgesprochen und erst im April haben Deutschlands Agrarminister die Bundesregierung mit Nachdruck gebeten, eine entsprechende Rechtsverordnung zu erlassen. Inzwischen haben die meisten EU-Länder die Haltung von Wildtieren im Zirkus verboten und auch rund hundert deutsche Gemeinden haben entsprechende Initiativen gestartet.

Nur die Bundesregierung ist bislang tatenlos geblieben. Dies muss sich endlich ändern. Es kann nicht länger angehen, dass hoch entwickelte Wildtiere, wie Elefanten, Giraffen, Löwen oder Tiger in winzigen Wagen durch die Lande gekarrt werden um alberne Kunststücke vorzuführen, zu denen man sie zumeist mit Gewalt zwingt.

Auch Sie können die Kampagne unterstützen, z.B. auf Instagram unter dem Hashtag #endlichrausjetzt: Der Alltag ist voll mit stressigen und unangenehmen Situationen für uns, denen wir beizeiten entfliehen können. Mittagspause, Meeting zu Ende, Feierabend, Kurzurlaub heißt #endlichrausjetzt. Die Tiere im Zirkus können nicht fliehen. Posten Sie Ihr persönliches #endlichrausjetzt auf Instagram.

Außerdem können Sie auf der Kampagnenseite den Telegram Kanal als Newsticker abonnieren. Auf diese Weise erfahren Sie von Mitmachaktionen und werden stets über den Stand der Kampagne informiert.

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Newsletter 22.07.2019

Gefesseltes totes Reh gefunden

Vor zwei Monaten ähnlicher Fall – Vermutlich Opfer von Straßenverkehr(?)

Bereits am Samstag hat ein Laberweintinger im Wald zwischen Graßlfing und Grafentraubach einen für ihn verstörenden Fund gemacht. Es handelte sich dabei um ein Reh, das an den Hinterläufen mit einer Schnur an einen Baum gebunden worden ist. Das Reh lag leblos im Gras neben dem Baum, als der Mann es fand. Ob es erst nach dem Verenden oder vorher an den Baum gebunden worden ist, das konnte der Mann nicht einschätzen. Im Gespräch mit idowa stellt er mehrmals die Frage, die wohl jeden bewegt, der das Bild sieht: „Wieso macht jemand so etwas?“

Der Laberweintinger erinnert sich daran, dass auf dem Kadaver kaum Schmeißfliegen waren. Er geht deshalb davon aus, dass die Tat erst ein oder zwei Tage vor dem Fund passiert ist. Einen Einschuss an dem Reh konnte der Mann, der zusammen mit seiner Frau den Fund gemacht hat, nicht feststellen. Er habe das Reh aber auch nicht angefasst. Der Mann berichtet außerdem, dass es vor etwa zwei Monaten bereits einen ähnlichen Fall in dem Waldstück gegeben habe. Damals habe seine Tochter ebenfalls ein Reh gefunden, das an den Hinterläufen an einen Baum gebunden war und verendet ist. Der Kadaver sei dann in der Folge von einem Unbekannten entfernt worden. Die Tochter habe aber leider kein Handy dabei gehabt und habe deshalb auch kein Foto machen können. Der Fall wurde mittlerweile an die Behörden weitergeleitet. Auf Anfrage, ob hier in der Vergangenheit etwa Fälle von Tierquälerei gegeben waren, hieß es seitens der Polizei, dass von 2017 bis heute im Gemeindegebiet Laberweinting lediglich zwei Fälle aktenkundig sind, bei denen es um mögliche Verstöße in Zusammenhang mit dem Tierschutzgesetz ging. Doch wie ist dieser Fund nun einzuschätzen? Wir haben beim Bayerischen Jagdverband angefragt. Dr. Gertrud Helm, Pressereferentin beim Verband, erklärt den Fall so. „Der Rehbock ist nicht frisch erlegt, er ist überhaupt nicht erlegt worden, sondern mit großer Wahrscheinlichkeit ein Opfer des Straßenverkehrs geworden, so jedenfalls sieht es bei genauer Betrachtung aus.“

Es sei nicht ungewöhnlich, dass Wild, das bei einem Unfall verendet, in den Wald gelegt werde. Denn so kann es dem natürlichen Kreislauf zugeführt werden. Das sei gesetzlich erlaubt und ökologisch sinnvoll – natürlich, nachdem der entsprechende Wildunfall gemeldet worden ist. Angebunden sei das Reh vermutlich geworden, damit Wildschweine oder Füchse den Kadaver nicht im Wald verteilen. Dieses sogenannte Fallwild werde im Regelfall von Jägern an einem schwerer zugänglichen Ort platziert, etwa im Dickicht, damit die Aasfresser es ungestört fressen können.

Naja, dabei bleiben doch noch einige Fragen offen. Warum meldet sich nicht der Verantwortliche? Wahrscheinlich war es wieder einmal ein Grünrock? Oder war es einfach ein Tierquäler? Wie auch immer, es ist beängstigend, was da in unseren Wäldern passiert.

Newsletter 28.07.2019

Wie groß bei manchen Menschen der Hass auf den Wolf ist, wurde in dieser Woche auf erschreckende Weise deutlich. Gleich zwei illegal erschossene Wölfe wurden gefunden, einer in Brandenburg und einer in Niedersachsen.

Doch damit nicht genug. Offenbar wurde die in Niedersachsen erschossene Wölfin vor ihrem Tod noch bestialisch gequält. Um den Kopf des Tieres und durch die Pfote wurde ein Drahtseil gezogen. Zudem haben der oder die Täter der Wölfin den Schwanz abgehackt. Im zuständigen Ministerium geht man davon aus, dass dies vor dem Tod der Wölfin passiert ist.

Natürlich ist dies ein Verbrechen und strafbar. Doch wie schon zuvor besteht die Gefahr, dass der oder die Täter nie gefasst werden. Denn unter den Jägern gibt es ein eisernes Gesetz: Schießen, Schaufeln, Schweigen. Bestärkt werden sie in ihrem Tun durch die wolfsfeindlichen Wahlkampfparolen von CDU und AfD.

Tierhilfe Straubing setzt sich für ein friedliches Zusammenleben von Mensch und Wolf ein, für eine Stärkung und Förderung des Herdenschutzes aber auch des Schutzes von Wölfen. Wir freuen uns, wenn Sie uns dabei mit einer Spende unterstützen.

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