Igel Netzwerk Niederbayern

Unserem Verein ist daran gelegen, möglichst flächendeckend Pflegestellen einzurichten um die Belastung unserer Igelstation auf mehrere Stellen zu verteilen. Wir möchten deshalb dieses Netzwerk, das wir unter strenger Beachtung der geltenden EU-Datenschutzverordnung als interne Datenbank führen, laufend erweitern, aktualisieren und vergrößern. Das alleinige Ziel unserer Liste ist es, durch unsere Kenntnis die Igelaufführsorge an Interessierte Personen zu vermitteln.

Daher bitten wir herzlich um Ihre Mithilfe bzw. Teilnahme!

Dank im Voraus für Ihre Mitarbeit bei der Igelhilfe!

Werden Sie Mitglied im Verein

Durch Ihre Mitgliedschaft / Patenschaft unterstützen Sie unsere Arbeit für die Igel, die sehr aufwendig ist. Die Kosten für Unterbringung, Futter, Tierarzt und Überwinterung sind enorm. Dazu brauchen wir Ihre Hilfe. Formular

Die Igelhilfe Straubing braucht dringend Helfer/innen für Organisation, allgemeine Schreibarbeiten, medizinische Betreuung der Igel, Reinigungen der Boxen sowie der Räumlichkeiten, Übernahme von Igelpfleglingen, Fütterung der Igelbabys. Die aufzubringende Zeit ist vereinbar und sollte mehrmals die Woche sein.

Wann und wie häufig: regelmäßig / langfristig

Senden Sie uns eine Mail für weitere Informationen. Vielen Dank.

Wie Sie helfen können:

Freunde sind wichtig, um uns bei der Planung für die Zukunft zu helfen. Nur durch kontinuierliche Unterstützung können wir die Versorgung notleidender Igel und anderer Tiere gewährleisten. Wir erhalten keine staatliche Finanzierung und als ehrenamtliche Tierhilfe verlassen wir uns auf die Großzügigkeit unserer Unterstützer. Je mehr Sie uns helfen können, können wir den Tieren helfen. Wir engagieren uns für lebensrettende Pflege und Rehabilitation für all unsere schützenswerte Tierwelt.

Wann sollte man Igel füttern?

Nicht jeder Igel, den man im Garten herumstreunen sieht, ist automatisch hilfebedürftig. Leider meinen es viele Menschen zu gut mit den Wildtieren und stellen ihnen Futter oder sogar Milchschalen raus, obwohl das Zufüttern den Igeln sogar mehr schaden als helfen kann. Da Igel sehr bequem und verfressen sind, schlagen sie solche Futterangebote so gut wie nie aus, was viele glauben lässt, dass sie auf das Futter angewiesen sind. Jedoch können folgende Probleme beim Zufüttern von Igeln auftreten: ...weiterlesen

Zufütterung von Igeln. Sinnvoll ?

Achtung, akute Lebensgefahr!

Für einen verletzten oder geschwächten Igel bedeutet es unweigerlich das Todesurteil, wenn eine Fliege ihre Eier in Wunden, Hautfalten, Körperöffnungen, auf die Haut etc. legt. Nur sofortiges Eingreifen kann Leben retten!

Bei Befall mit Fliegeneiern ist höchste Eile geboten: Ein Igel, auf dem im Hochsommer morgens Eier abgelegt wurden, kann abends schon angefressen und bald darauf totgeweiht sein!

Ohne menschliche Hilfe, d.h. eine penible Entfernung der Eier und geschlüpften Maden, stirbt der Igel innerhalb kürzester Zeit einen qualvollen Tod!

Woran erkennt man Fliegeneier und Fliegenmaden?

Auf den ersten Blick sieht ein mit Fliegeneiern verklebter Igel aus, als habe er sich unlängst in kleinsten Sägespänen gewälzt. Fliegeneier haben eine gelbliche Farbe, am ehesten erinnern sie von Konsistenz und Aussehen her an zerkrümeltes hartgekochtes Eigelb. Fliegen kleben ihre Eier meist paketweise an die »günstigsten« Stellen am Igel. Vorzugsweise sind das offene Wunden oder aber dunkle, geschützte Stellen, wo leicht Körperflüssigkeiten zu finden sind. Bei stark befallenen Igeln sieht man die Eigelege schon von weitem zwischen den Stacheln und im Gesicht, teilweise sind Ohren und Augen kaum mehr zu erkennen. Neben schwer verletzten Igeln sind am häufigsten geschwächte (Jung)Tiere betroffen.

Das Bevölkerungswachstum, die Entwicklung der Landwirtschaft und der Intensivtierhaltung, der ständige Ausbau der Verkehrsinfrastrukturen (mit der daraus resultierenden Zunahme der Umweltverschmutzung und des Verkehrs) und der Klimawandel zerstören (oder spalten) die Lebensräume der Wildtiere, die so die Orientierung verlieren und nicht überleben können oder getötet werden.

Und es sind auch die Igel, die für die Folgen des ruinösen Verhaltens des Menschen auf die Artenvielfalt „vor der eigenen Haustür” leiden und sterben.

Die Igelhilfe Straubing wird ausschließlich über Spenden und ehrenamtliche Helfer und Helferinnen organisiert und am Laufen gehalten.

Durch viele verschiedene Faktoren ist der Lebensraum des Igels bedroht. Immer mehr kranke und verletzte Igel, sowie verwaiste Igeljunge finden den Weg zu uns. Wir stecken unser ganzes Herzblut in die Rettung und Genesung dieser hilfsbedürftigen Wildtiere.

Nur über Spendengelder können wir diese Arbeit aufrecht erhalten, um Futter, Medikamente und Tierarztrechnungen zu bezahlen. Das gesamte Geld fließt in die Rettung der Igel in unsere Igelstation. Teilweise beherbergen wir dort über 70 Igel gleichzeitig. Viele fleißige, ehrenamtliche Helferinnen sind somit wöchentlich viele Stunden mit der Versorgung der Igel, sowie der Reinigung der Ställe und der Behandlung von Verletzungen beschäftigt. Im Sommer werden zusätzlich verwaiste Igeljunge mit einem enormen Aufwand per Hand aufgezogen.

Igelhilfe für Jedermann,

denn die wichtigste Hilfe für Igel fängt im eigenen Garten an. Den Igelchen geht es immer schlechter in unserer Welt. Sie leiden sehr unter dem Insektenmangel und kaum noch vorhandenen Lebensraum. Wie kann ich den Igeln draußen helfen? Wie sieht ein igelfreundlicher Garten aus? Was kann ich tun, wenn ich einen Igel gefunden habe? Welchen Gefahren ist der Igel durch uns Menschen ausgesetzt? Hier finden Sie alle wichtigen Informationen, um unsere Stachelnasen im Garten richtig zu unterstützen, Notfälle zu erkennen, darauf richtig zu reagieren und angemessen helfen zu können.

Pflege hilfsbedürftiger Igel

Generell ist es verboten, Tiere der besonders geschützten Arten – und dazu zählt der Igel – aus der Natur zu entnehmen. Dies gilt auch für den eigenen Garten! Das Naturschutzgesetz erlaubt jedoch, hilfsbedürftige Igel im Sinne des BNatSchG § 43, auf die eine der folgenden Definitionen zutrifft, aufzuziehen bzw. gesund zu pflegen. Passt keines dieser Kriterien auf den Igel, den Sie gefunden haben, so setzen Sie ihn bitte umgehend wieder am Fundort aus. Drohen ihm dort jedoch Gefahren, bringen Sie ihn in ein Grüngelände mit Unterschlüpfen.

Durch die rechtzeitige Einrichtung einer Futterstelle in den nahrungsarmen Jahreszeiten (Frühjahr und Herbst) erübrigt es sich oft, Igel in menschliche Obhut zu nehmen.

Kriterien für die Hilfsbedürftigkeit:

Verletzte Igel oder solche, die womöglich tagelang ohne Futter und Wasser in Lichtschächten, leeren Schwimmbecken oder ähnlichem gefangen waren.

Kranke Igel. Man erkennt sie meist daran, dass sie tagsüber herumlaufen, -torkeln oder -liegen. Sie sind oft apathisch, kühl, rollen sich kaum ein, sind häufig mager. Hinter dem Kopf sieht man eine Einbuchtung, Schultern und Hüftknochen bilden sich deutlich ab. Die Augen sind nicht rund, sondern schlitzförmig und eingefallen. Tagaktivität ist beim Nachttier Igel immer ein Alarmzeichen. Eine Ausnahme bilden allerdings aufgestörte Igel. Zerstört man z.B. bei Gartenarbeiten ein Igelnest, sucht sich auch ein gesundes Tier tagsüber einen neuen Unterschlupf.

Verwaiste Igelsäuglinge, die sich tagsüber außerhalb des Nestes aufhalten, geschlossene Augen und Ohren haben und evtl. unterkühlt sind (frühestens ab Juni/Juli, meist im Aug./Sept.)

Zufütterung im Freien:

Um das Futter vor Vögeln, aber auch vor Regen zu schützen, stellt man es abends in ein mit mindestens zwei 10 x 10 cm kleinen Einschlupflöchern versehenes Kistchen. Muss das Futter zusätzlich noch vor Katzen geschützt werden, empfiehlt sich der Bau eines Futterhauses mit verwinkeltem Eingang. Futterreste müssen morgens unbedingt beseitigt und die Schüsseln heiß gespült werden.

Wenn Sie unsicher sind, ob der Besucher Ihrer Futterstelle wirklich nur hungrig oder vielleicht doch krank ist, wiegen Sie den Igel, markieren ihn mit einem kleinen Tupfer Nagellack auf den Stacheln und setzen Sie ihn wieder hinaus. Nach einigen Tagen wiederholen Sie das Wiegen. Hat der Igel nicht zugenommen, muss evtl. eingegriffen und der Igel genauer untersucht werden.

Erste Hilfe – Checkliste:

  • Notieren Sie sich das Funddatum, die Uhrzeit, das Gewicht und die genaue Fundstelle.

  • Beginnen Sie damit den «Pflegebericht», in den Sie weiterhin Gewichtszunahme, Tierarztbesuche usw. eintragen.

  • Untersuchen Sie den Igel in jedem Fall auf Verletzungen.

  • Inspizieren Sie auch Kopf, Bauchseite und Beine.

  • Unterkühlte Igel müssen aufgewärmt werden. Aber erst, nachdem alle Parasiten (Fliegeneier) entfernt wurden. Achten Sie bei Fliegeneiern darauf auch 100% zu entfernen, gegebenenfalls lassen Sie es von einer Igelstation tun.

  • Eine Unterkühlung ist vorhanden, wenn sich das Tier an der Bauchseite deutlich kälter anfühlt, als Ihre Hand. Eine mit gut handwarmem Wasser gefüllte Gummiwärmflasche – kein Heizkissen! – umwickelt man mit einem Frotteehandtuch und legt sie in einen passenden, hochwandigen Karton. Darauf setzt man den Igel und deckt ihn mit einem weiteren Handtuch zu.

  • Baden Sie Igel nicht!

  • Lassen Sie Flöhe und Zecken vom Tierarzt oder einer Igelstation entfernen. Fliegeneier und Maden sollten sofort sorgfältig mit einer Pinzette, Zahnbürste und/oder Läusekamm abgesammelt werden, insbesondere aus den Körperöffnungen.

  • Suchen Sie einen igelkundigen Tierarzt möglichst bald auf.

  • Ihr Igel ist krank. Unterbringung und Ernährung im Haus allein heilen das Tier nicht! Wenden Sie sich umgehendst an einen Tierarzt oder eine Igelstation.

  • Richten Sie in einem Raum mit Zimmertemperatur – nicht im Freien! – einen Auslauf für den Igel her.

  • Eine Box mit etwa 1 qm und einer Höhe von mind. 40 cm sowie ein Schlafhaus 25 x 25 x 25 cm reicht für die Unterbringung aus. Füllen Sie das Schlafhaus mit Zeitungsschnippseln. Bade- oder Waschwannen sind keine igelgerechten Unterkünfte.

  • Geben Sie Ihrem Igel zur Erstversorgung entweder ein Schüsselchen mit Katzenfutter oder braten Sie ihm in der Pfanne ein Rührei mit etwas Öl und ohne Gewürze. Zu trinken bekommt er Wasser, niemals Milch. Igel ernähren sich in der Natur von eiweiß- und fettreichen Insekten. Sie sind keine Vegetarier, fressen also weder Obst noch Gemüse (s. auch Ernährung).

  • Bei sehr schwachen Tieren können Sie zunächst versuchen, ihnen mittels einer Plastikspritze ohne Nadel etwas lauwarmen, ungesüßten Fenchel- oder Kamillentee einzuflößen, danach auch Breinahrung. Auf alle Fälle sollten Sie ein solches Tier dem Tierarzt oder einer Igelstation vorstellen.

  • Igel sind keine Haustiere und kein Kinderspielzeug, sondern geschützte Wildtiere. Unterlassen Sie unbedingt Zähmungsversuche.

Futterstelle für Igel

Um das Futter vor Vögeln, aber auch vor Regen zu schützen, stellt man es abends in ein mit mindestens zwei 10 x 10 cm kleinen Einschlupflöchern versehenes Kistchen. Muss das Futter zusätzlich noch vor Katzen geschützt werden, empfiehlt sich der Bau eines Futterhauses mit verwinkeltem Eingang. Futterreste müssen morgens unbedingt beseitigt und die Schüsseln heiß gespült werden.

Wenn Sie unsicher sind, ob der Besucher Ihrer Futterstelle wirklich nur hungrig oder vielleicht doch krank ist, wiegen Sie den Igel, markieren ihn mit einem kleinen Tupfer Nagellack auf den Stacheln und setzen Sie ihn wieder hinaus. Nach einigen Tagen wiederholen Sie das Wiegen. Hat der Igel nicht zugenommen, muss evtl. eingegriffen und der Igel genauer untersucht werden.

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